Heckenkirschenprachtkäfer (Agrilus cyanescens)

Agrilus cyanescens findet man an Waldrändern

Name

Heckenkirschenprachtkäfer (Agrilus cyanescens)

Familie

Prachtkäfer (Buprestidae)

Körpergröße

Körperlänge 5–7 mm

Merkmale

Der Heckenkirschenprachtkäfer gehört zu den kleineren Vertretern der artenreichen Gattung Agrilus. Der schlanke, langgestreckte Körper schimmert metallisch blaugrün bis blauviolett – ein typisches Merkmal vieler Prachtkäfer. Die Flügeldecken sind leicht gerippt und laufen hinten spitz zu. Wie bei vielen Buprestiden wirkt die Körperoberfläche je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farbtönen. Die Geschlechter lassen sich anhand der Körperform unterscheiden, wobei das Männchen etwas schlanker gebaut ist.

Lebensraum

Der Heckenkirschenprachtkäfer besiedelt Waldränder, Gebüschzonen und Hecken-Biotope, wo seine Larvalwirtspflanze, die Heckenkirsche (Lonicera spec.), vorkommt. Die Art ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verbreitet. Adulte Käfer sind von Mai bis Juli anzutreffen und halten sich bevorzugt an sonnigen, gebüschreichen Standorten auf, wo sie Blattgewebe verschiedener Laubbäume – darunter Eiche, Buche und Esche – als Nahrung nutzen.

Besonderheiten

Die Larven des Heckenkirschenprachtkäfers entwickeln sich im Holz von Heckenkirschen (Lonicera spec.), wo sie charakteristische, unter der Rinde verlaufende Fraßgänge anlegen. Die adulten Tiere zeigen eine bemerkenswerte Wirtspflanzentreue bei der Eiablage, fressen selbst jedoch polyphag an verschiedenen Laubbäumen. Eine sichere Bestimmung innerhalb der artenreichen Gattung Agrilus ist aufgrund der starken äußerlichen Ähnlichkeit der Arten schwierig und erfordert oft eine genaue morphologische Untersuchung. Verwechslungen mit anderen blaugrün schimmernden Agrilus-Arten sind häufig. Prachtkäfer gelten generell als wärmeliebend und sind in der Regel nur bei Sonnenschein aktiv.