Gekämmter Nagekäfer (Ptilinus pectinicornis)
Name
Gekämmter Nagekäfer (Ptilinus pectinicornis)
Familie
Ptinidae (Diebskäfer)
Körpergröße
Körperlänge 3–5 mm
Merkmale
Der Gekämmte Nagekäfer ist ein kleiner, gedrungen wirkender Käfer mit einer Körperlänge von 3 bis 5 mm. Die Art zeigt einen auffälligen Geschlechtsdimorphismus bei den Fühlern: Männchen tragen geweihartig verzweigte, stark gekämmte Fühler, die dem Tier seinen Namen geben, während die Fühler der Weibchen lediglich gesägt sind. Die Grundfärbung ist braun bis rotbraun, der Körper ist länglich-zylindrisch geformt, wie es für holzbewohnende Käfer typisch ist. Der Halsschild ist gewölbt und bedeckt den Kopf kapuzenartig.
Lebensraum
Der Gekämmte Nagekäfer besiedelt bevorzugt Laub- und Mischwälder, wo er an abgestorbenem Laubholz gebunden ist. Als typische Totholzart nutzt er bestehende Fraßgänge im Holz und legt dort seine Eier ab. Nur selten werden verbaute Hölzer befallen. Die adulten Tiere sind von Mai bis Juli anzutreffen und damit vergleichsweise kurz aktiv. Bevorzugte Wirtsbaumarten sind verschiedene Laubbäume wie Buche, Eiche und Ahorn.
Besonderheiten
Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer ernähren sich ausschließlich von Holz, das mithilfe von Endosymbionten im Verdauungstrakt aufgeschlossen wird. Diese Mikroorganismen ermöglichen es der Art, die schwer verdauliche Zellulose zu verwerten. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier gezielt in vorhandene Fraßgänge, wodurch der Entwicklungsaufwand verringert wird. Der Käfer ist auch unter dem Namen Kammhornkäfer bekannt. Als Bewohner von Totholz übernimmt die Art eine wichtige ökologische Funktion beim Abbau abgestorbener Bäume und trägt damit zur Nährstoffkreislauf im Waldökosystem bei.