Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis)

Leptoglossus occidentalis: Merkmale und Verbreitung

Name

Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis)

Familie

Coreidae (Lederwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 16–20 mm

Merkmale

Leptoglossus occidentalis gehört zu den auffälligsten Wanzen Mitteleuropas. Die Tiere sind braun gefärbt und tragen ein markantes weißes Zickzackband, das quer über die Hemielytren verläuft. Besonders charakteristisch sind die stark verbreiterten, blattartig abgeflachten Hinterschienen, die der Art ihren englischen Namen Western Conifer Seed Bug eingebracht haben. Der Kopf ist langgestreckt, das Halsschild weist seitliche Dornen auf. Aufgrund der beachtlichen Größe und der unverwechselbaren Zeichnung ist eine Verwechslung mit heimischen Arten kaum möglich.

Lebensraum

Die Amerikanische Zapfenwanze besiedelt Nadelwälder, Parkanlagen, Gärten und Siedlungsbereiche überall dort, wo Nadelbäume wie Kiefern, Fichten oder Douglasien vorkommen. Die Tiere sind von April bis Oktober aktiv. Im Herbst suchen sie häufig Gebäude, Holzstapel oder andere geschützte Strukturen als Überwinterungsquartier auf, weshalb sie regelmäßig in Häusern angetroffen werden.

Besonderheiten

Leptoglossus occidentalis stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie von Kanada über die USA bis nach Mexiko verbreitet ist. Seit den 1990er-Jahren hat sie sich rasant über Europa ausgebreitet und ist heute in weiten Teilen Deutschlands etabliert. Die Art ernährt sich von den Samen und Zapfen verschiedener Nadelbäume und kann in Forstkulturen sowie in der Saatgutproduktion wirtschaftlichen Schaden anrichten. Für Menschen ist sie vollkommen harmlos. Bei Beunruhigung gibt sie wie viele Wanzen ein charakteristisches Sekret ab, das einen unangenehmen Geruch verströmt.