Steinhummel (Bombus lapidarius)

Steinhummel Bombus lapidarius Männchen

Name

Steinhummel (Bombus lapidarius)

Familie

Apidae (Echte Bienen)

Körpergröße

Körperlänge: Weibchen und Männchen 12–16 mm, Königinnen 20–22 mm

Merkmale

Die Steinhummel ist eine auffällig gefärbte Hummelart mit überwiegend schwarzem Körper und leuchtend rotem Hinterleib – dieses Merkmal gilt für beide Geschlechter und macht sie gut erkennbar. Männchen tragen zusätzlich eine charakteristische gelbe Binde an der Basis des Thorax, die den Weibchen fehlt. Die Behaarung ist dicht und samtig. Königinnen sind deutlich größer als Arbeiterinnen und Männchen und wirken sehr kräftig gebaut.

Lebensraum

Die Steinhummel besiedelt bevorzugt offene und halboffene Lebensräume wie Magerwiesen, Heiden, Ruderalflächen, Feldraine sowie Gärten und den Siedlungsbereich. Zur Nestanlage nutzt sie Felsspalten, Trockenmauern, Steinhaufen oder verlassene Mäusebauten – daher auch ihr Name. Die Art ist von März bis September aktiv, wobei Königinnen bereits früh im Jahr erscheinen und die Männchen meist ab Hochsommer anzutreffen sind.

Besonderheiten

Die Steinhummel gilt als eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Hummelarten Mitteleuropas und ist derzeit nicht gefährdet. Verwechslungen sind möglich mit der Grashummel (Bombus ruderarius), die ebenfalls einen roten Hinterleib aufweist, oder mit bestimmten Färbungsvarianten anderer Hummelarten. Als wichtige Bestäuberin von Wildpflanzen und Kulturpflanzen hat sie eine große ökologische Bedeutung. Völker der Steinhummel können mehrere hundert Arbeiterinnen umfassen. Am Ende der Saison sterben Arbeiterinnen und Männchen ab, während begattete Jungköniginnen überwintern und im Frühjahr neue Völker gründen.