Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva)
Name
Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva)
Familie
Andrenidae (Sandbienenartige)
Körpergröße
Körperlänge 8–12 mm
Merkmale
Die Rotpelzige Sandbiene ist durch ihre auffällige Färbung gut zu erkennen: Weibchen tragen ein dichtes, leuchtend rotbraunes bis fuchsrotes Pelzkleid auf Thorax und Abdomen, das der Art auch den Beinamen Fuchsrote Lockensandbiene eingebracht hat. Männchen sind schlanker und deutlich unauffälliger gefärbt – sie zeigen überwiegend braun-gelbliche Behaarung mit hellem Gesichtsfleck. Der Kopf ist bei beiden Geschlechtern kompakt, die Beine der Weibchen besitzen gut entwickelte Sammelbürsten (Scopa) an den Hinterbeinen zur Pollenmitnahme.
Lebensraum
Die Art besiedelt lichte Wälder, Hecken-Biotope und Gärten, bevorzugt Bereiche mit grabfähigen, sandigen oder lehmigen Böden für die Nestanlage. Auch Rasenflächen, Wegränder und Böschungen werden gerne als Nistplatz genutzt. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis Mai, womit Andrena fulva zu den frühesten Wildbienen des Jahres gehört und gezielt früh blühende Pflanzen wie Weiden, Löwenzahn und Obstgehölze anfliegt.
Besonderheiten
Die Rotpelzige Sandbiene ist eine solitär lebende Wildbienenart – jedes Weibchen legt sein eigenes Erdnest an, das bis zu 30 cm tief in den Boden reicht und mehrere Brutzellen enthält. In jede Brutzelle wird ein Ei sowie ein Futterbrei aus Pollen und Nektar eingetragen, bevor die Zelle verschlossen wird. Die Art gilt als wichtiger Bestäuber von Obststräuchern und Obstbäumen und ist damit ökologisch wie wirtschaftlich bedeutsam. Obwohl sie keine Kolonie bildet, nisten mehrere Weibchen häufig in lockerer Gemeinschaft nebeneinander, was als Aggregation bezeichnet wird. Männchen schlüpfen etwas früher als Weibchen und patrouillieren wartend in der Nähe der Nistplätze. Andrena fulva gilt derzeit als nicht gefährdet, profitiert von naturnahen Gärten und blütenreichen Strukturen.