Westliche Honigbiene (Apis mellifera)
Name
Westliche Honigbiene (Apis mellifera)
Familie
Apidae (Echte Bienen)
Körpergröße
Arbeiterin 11–13 mm, Königin 15–18 mm
Merkmale
Die Westliche Honigbiene ist ein mittelgroßes Hautflügler-Insekt mit dem typischen Bienen-Grundbauplan: gedrungener Körper, zwei Paar Flügel und ein auffälliges Schwarz-Gelb-Muster auf dem Hinterleib. Der Körper ist dicht behaart, was das Anhaften von Blütenstaub begünstigt. Arbeiterinnen besitzen einen Stachel sowie spezialisierte Hinterbeine mit Körbchen zum Pollentransport. Die Königin ist deutlich größer als die Arbeiterinnen und besitzt einen längeren, schmalen Hinterleib. Drohnen sind gedrungener gebaut und haben auffallend große Facettenaugen.
Lebensraum
Ursprünglich bewohnte Apis mellifera lichte Laubwälder und Waldränder, wo Baumhöhlen als natürliche Nistplätze dienten. Durch die Domestizierung ist die Art heute in nahezu allen Lebensräumen anzutreffen – von Agrarlandschaften über Streuobstwiesen bis hin zu Städten und Gärten. Entscheidend für das Vorkommen sind ein reiches Blütenangebot sowie geeignete Nistmöglichkeiten in Form von Bienenstöcken. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis Oktober, wobei die Aktivität stark von Temperatur und Blütenangebot abhängt.
Besonderheiten
In Deutschland gibt es neben den von Imkern gehaltenen Völkern auch wildlebende beziehungsweise verwilderte Honigbienenvölker, dauerhaft selbsttragende Populationen sind jedoch selten. Die meisten gehaltenen Völker gehören zu gezüchteten Rassen und Zuchtlinien. Eine der wirtschaftlich bedeutendsten Unterarten ist die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica), daneben ist die künstlich entstandene Buckfast-Biene weit verbreitet; die ursprünglich in Mitteleuropa heimische Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) ist dagegen selten geworden. Honigbienen leben in hochorganisierten Staaten mit bis zu 60.000 Individuen und kommunizieren durch den berühmten Schwänzeltanz, mit dem Sammlerinnen Futterquellen präzise beschreiben. Das Volk überwintert als Wintertraube im Stock und zehrt dabei von den angelegten Honigvorräten. Honigbienen sind wichtige Bestäuber für Wildpflanzen und Kulturpflanzen gleichermaßen. Bedrohungen bestehen durch die Varroamilbe, den Einsatz von Pestiziden sowie den Verlust blütenreicher Lebensräume.