Sumpfkrabbenspinne (Xysticus ulmi)

Die Sumpfkrabbenspinne findet man im Uferbereich von Gewässern

Name

Sumpfkrabbenspinne (Xysticus ulmi)

Familie

Krabbenspinnen (Thomisidae)

Körpergröße

Weibchen ca. 6–8 mm, Männchen ca. 4–5 mm Körperlänge

Merkmale

Die Sumpfkrabbenspinne zeigt das für Krabbenspinnen typische gedrungene, krabbenartige Erscheinungsbild mit seitlich ausgestreckten Vorderbeinen. Ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal ist die stets hell umrandete Hinterleibszeichnung, ergänzt durch dünne dunkle Querstreifen im hinteren Bereich des Abdomens. Männchen sind deutlich dunkler und kontrastreicher gezeichnet als Weibchen, was sie von anderen Xysticus-Arten unterscheidet, jedoch ist eine sichere Bestimmung innerhalb der artenreichen Gattung oft nur durch mikroskopische Untersuchung der Genitalstrukturen möglich. Die Grundfärbung variiert von bräunlich bis graubraun.

Lebensraum

Adulte Tiere besiedeln bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume: Feuchtwiesen, Sumpf-Biotope sowie die Uferbereiche von Gewässern wie Bächen, Teichen und Mooren zählen zu den typischen Habitaten. Die Art lebt bodennah in der Vegetation, wo sie als lauernde Jägerin Insekten überwältigt. Adulte Exemplare sind von Mai bis Juli anzutreffen.

Besonderheiten

Wie alle Krabbenspinnen baut Xysticus ulmi kein Fangnetz, sondern lauert reglos auf Beute und überwältigt diese mit einem gezielten Biss. Die Sumpfkrabbenspinne gilt in Mitteleuropa als typischer Indikator für intakte Feuchtbiotope und ist durch den anhaltenden Schwund geeigneter Lebensräume – Entwässerung von Feuchtwiesen und Mooren – regional gefährdet. Eine Verwechslung mit ähnlichen Arten der Gattung Xysticus, etwa Xysticus audax oder Xysticus kochi, ist ohne mikroskopische Untersuchung der Kopulationsorgane kaum sicher auszuschließen.