Nonne (Lymantria monacha)
Name
Nonne (Lymantria monacha)
Familie
Erebidae
Körpergröße
Spannweite 30–50 mm
Merkmale
Die Nonne ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 30 bis 50 Millimetern, wobei Weibchen in der Regel größer sind als Männchen. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist weiß bis hellgrau mit charakteristischer schwarzer Zickzack- oder Wellenzeichnung. Die Art ist jedoch außergewöhnlich variabel in ihrer Färbung – manche Individuen erscheinen stark verdunkelt, und vollständig schwarze Formen (Melanismus) kommen ebenfalls vor. Der Hinterleib der Weibchen ist auffällig rosa bis rötlich gefärbt. Die Fühler der Männchen sind deutlich gekämmt, was ein gutes Unterscheidungsmerkmal zum weiblichen Geschlecht darstellt.
Lebensraum
Die Nonne besiedelt sowohl Nadel- als auch Laubwälder und gilt als ausgesprochener Waldschmetterling. Besonders häufig ist sie in Fichtenforsten, Kiefernwäldern und gemischten Beständen anzutreffen. Die Raupen fressen an einer Vielzahl von Gehölzen, darunter Fichte, Kiefer, Tanne, Eiche und Buche, was der Art eine breite ökologische Anpassungsfähigkeit verleiht. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juli bis Anfang September.
Besonderheiten
Die Nonne ist vor allem als gefürchteter Forstschädling bekannt. Bei Massenvermehrungen – sogenannten Gradationen – können die Raupen ganze Waldbestände vollständig entnadeln oder entlauben und damit erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Solche Kalamitäten traten historisch immer wieder auf und betrafen in Deutschland und Mitteleuropa vor allem Kiefern- und Fichtenwälder. Die Eier werden in Gruppen unter Baumrinden abgelegt und überwintern dort. Die Raupe ist ebenfalls variabel gefärbt und trägt auffällige Haarbüschel. Natürliche Gegenspieler wie Schlupfwespen, Raupenfliegen und insektenpathogene Pilze helfen, Populationen in Schach zu halten. In der Forstwirtschaft wird die Art intensiv überwacht und bei Bedarf bekämpft.