Glasflügeliger Schwimmkäfer (Laccophilus cf. hyalinus)

Laccophilus hyalinus

Name

Glasflügeliger Schwimmkäfer (Laccophilus hyalinus)

Familie

Dytiscidae (Schwimmkäfer)

Körpergröße

4–5 mm

Merkmale

Laccophilus hyalinus ist ein kleiner, ovaler Schwimmkäfer mit für die Gattung typischer, abgeflachter Körperform. Die Oberseite zeigt eine gelblich-bräunliche Grundfärbung mit feiner, netzartiger Musterung, die dem Tier im Wasser eine gute Tarnung verleiht. Die Beine sind als Schwimmbeine ausgebildet, die Hinterbeine tragen dichte Ruderborstenreihen. Ein entscheidendes Bestimmungsmerkmal sitzt auf der Unterseite: Der Stridulationsapparat an den Hinterhüften ist bei dieser Art halbkreisförmig angeordnet – ein Merkmal, das ihn vom ähnlichen Laccophilus minutus unterscheidet, dem dieses Organ vollständig fehlt.

Lebensraum

Die Art besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer wie Teiche, Weiher, Gräben, Altwässer und flache Seen, bevorzugt mit reichlich submersen Wasserpflanzen und weichem Substrat. Laccophilus hyalinus ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet und in Deutschland an geeigneten Gewässern nicht selten anzutreffen. Adulte Tiere sind vor allem von Frühjahr bis Herbst aktiv, wobei Flugaktivität besonders in warmen Frühjahrsnächten beobachtet wird, wenn die Käfer neue Gewässer besiedeln.

Besonderheiten

Wie alle Dytisciden ist Laccophilus hyalinus ein räuberisch lebender Käfer, der sowohl als Larve als auch als Adulttier kleine Wasserinsekten, Würmer und organisches Material erbeutet. Die Käfer atmen, indem sie Luftblasen unter den Flügeldecken speichern. Zur Bestimmung ist eine Untersuchung der Unterseite zwingend erforderlich, da die Verwechslungsgefahr mit Laccophilus minutus sehr hoch ist. In Deutschland ist die Gattung Laccophilus mit insgesamt drei Arten vertreten. Der Name hyalinus verweist auf die durchscheinend wirkende, glasige Färbung der Flügeldecken.