Gemeine Viehbremse (Tabanus bromius)
Name
Gemeine Viehbremse (Tabanus bromius)
Familie
Tabanidae (Bremsen)
Körpergröße
Körperlänge 11–20 mm
Merkmale
Die Gemeine Viehbremse ist eine mittelgroße bis große Fliege mit kräftigem, gedrungenen Körperbau. Der Hinterleib zeigt ein charakteristisches Muster aus hellen, dreieckigen Mittelflecken auf braunem bis graubraunem Grund, was die Art von ähnlichen Bremsenarten unterscheidet. Die Augen der Weibchen sind getrennt und meist grün schimmernd gefärbt, während Männchen durch zusammenstoßende Facettenaugen auffallen. Die Flügel sind leicht gebräunt, die Beine dunkel gefärbt. Insgesamt wirkt die Art robust und gedrungen.
Lebensraum
Die Gemeine Viehbremse besiedelt bevorzugt Grünland, Viehweiden, Waldränder und feuchtere Niederungen, wo größere Säugetiere als Wirtstiere anzutreffen sind. Auch in der Nähe von Gewässern und in halboffenen Landschaften tritt sie regelmäßig auf. Die Art ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und häufig. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, mit einem Aktivitätsschwerpunkt in den warmen Sommermonaten Juni bis August.
Besonderheiten
Wie bei vielen Bremsenarten saugen ausschließlich die Weibchen Blut, da sie die Proteine für die Entwicklung ihrer Eier benötigen. Der Stich ist schmerzhaft, da die Mundwerkzeuge das Gewebe regelrecht aufschneiden. Neben Rindern und Pferden werden auch Menschen gestochen. Imagines beider Geschlechter nehmen zusätzlich Nektar und Pollen auf. Die Larven leben räuberisch im Boden und ernähren sich von kleinen Insekten und deren Larven. Bremsen können durch ihre Stiche in großen Mengen Vieh erheblich belasten und in wärmeren Regionen als Überträger von Krankheitserregern auftreten. Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.