Eichentriebzünsler (Acrobasis tumidana)
Name
Eichentriebzünsler (Acrobasis tumidana)
Familie
Zünsler (Pyralidae)
Körpergröße
Spannweite 19–24 mm
Merkmale
Der Eichentriebzünsler ist ein mittelgroßer Zünsler mit einer Flügelspannweite von 19 bis 24 mm. Die Vorderflügel zeigen die für die Gattung Acrobasis typische graubraune Grundfärbung mit rötlichen und ockergelben Einmischungen sowie deutlichen Querlinien und einer charakteristischen Aufwölbung an der Vorderflügelbasis, die der Gattung ihren Namen gibt. Die Hinterflügel sind heller und einfarbiger graubraun. Wie bei vielen Zünslerarten sind die Palpen gut entwickelt und auffällig vorgestreckt.
Lebensraum
Der Eichentriebzünsler besiedelt Lebensräume mit Eichenbewuchs, darunter Laubwälder, Waldränder, Parks und Alleen, in denen Eichen der Gattung Quercus vorkommen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Falter fliegen von Juli bis August und sind vor allem in den Abendstunden aktiv. Die Raupen leben zunächst versteckt an den Trieben und Blättern der Eiche und überwintern in einer charakteristischen Gespinströhre aus zusammengesponnenen Blättern.
Besonderheiten
Die Raupen des Eichentriebzünslers ernähren sich ausschließlich von Eichenblättern und sind damit streng monophag. Das Überwintern in einer selbst gebauten Gespinströhre aus versponnenen Blättern ist ein bemerkenswertes Verhalten, das den Raupen Schutz vor Kälte und Fressfeinden bietet. Im Frühjahr nehmen sie ihre Fressaktivität wieder auf, bevor sie sich verpuppen. Eine mögliche Verwechslungsart ist der nahe verwandte Acrobasis repandana, der ebenfalls an Eichen lebt und ähnliche Flügelmuster aufweist. Eine genaue Bestimmung erfordert oft die Betrachtung der Genitalstrukturen.