Weißer Graszünsler (Crambus perlella)
Name
Weißer Graszünsler (Crambus perlella)
Familie
Crambidae (Zünslerfalter)
Körpergröße
Flügelspannweite 20–28 mm
Merkmale
Der Weiße Graszünsler ist ein mittelgroßer Zünslerfalter mit einer Flügelspannweite von 20 bis 28 mm. Die Vorderflügel sind auffallend weißlich bis cremeweiß gefärbt und zeigen einen charakteristischen Perlglanz, der der Art ihren Namen verleiht. Entlang der Flügelmitte verläuft ein feiner, silbrig-weißer Längsstreifen, der diagnostisch wichtig ist. Die Hinterflügel sind heller und etwas breiter. Im Ruhezustand legt der Falter die Flügel eng am Körper an und wirkt dadurch schmal und stängelartig – eine typische Körperhaltung vieler Graszünsler.
Lebensraum
Der Weiße Graszünsler besiedelt bevorzugt offene, grasreiche Lebensräume wie Ruderalflächen, Magerwiesen, Lichtungen und strukturreiche Wiesenränder. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und kommt von der Tiefebene bis in mittlere Gebirgslagen vor. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August, wobei die Falter sowohl tag- als auch nachtaktiv sind. Besonders abends werden sie häufig von künstlichen Lichtquellen angelockt und lassen sich dort gut beobachten.
Besonderheiten
Die Raupen des Weißen Graszünslers leben bodennah und fressen an verschiedenen Gräsern, darunter Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa) und Schaf-Schwingel (Festuca ovina). Sie überwintern als Larven in einem Gespinströhrchen an der Erdoberfläche. Die Doppelaktivität der Imagines – tagsüber auf Grashalmen ruhend, nachts fliegend – macht die Art sowohl bei Tagbeobachtungen als auch an Lichtfallen nachweisbar. Verwechslungen sind möglich mit anderen weißlichen Crambus-Arten wie Crambus lathoniellus oder Crambus pascuella, weshalb zur sicheren Bestimmung oft eine Genitaluntersuchung notwendig ist.