Heuzünsler (Hypsopygia costalis)

Heuzünsler Hypsopygia costalis

Name

Heuzünsler (Hypsopygia costalis)

Familie

Pyralidae (Zünsler)

Körpergröße

Flügelspannweite 16–24 mm

Merkmale

Der Heuzünsler ist ein mittelgroßer Zünslerfalter mit einer Flügelspannweite von 16 bis 24 mm. Die Vorderflügel sind leuchtend rotbraun bis purpurrot gefärbt und zeigen zwei auffällige goldgelbe Querstreifen, die der Art ein charakteristisches, leicht metallisch wirkendes Aussehen verleihen. Der Außenrand der Vorderflügel ist ebenfalls gelblich gesäumt, was den Namen costalis – zu Deutsch: zum Rand gehörend – erklärt. Die Hinterflügel sind unauffälliger und heller bräunlich. In Ruhestellung streckt der Falter die Flügel flach nach den Seiten aus und hebt den Hinterleib charakteristisch nach oben, was ihm eine fast dreieckige Silhouette verleiht.

Lebensraum

Der Heuzünsler besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen, darunter Gärten, trockene Wiesen und landwirtschaftlich geprägtes Umfeld. Besonders charakteristisch ist die enge Bindung an Stellen mit trockenem Pflanzenmaterial – die Art findet sich daher regelmäßig auf Heuböden, in Scheunen und ähnlichen Lagerräumen. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juli bis August. In dieser Zeit sind die nachtaktiven Falter aktiv und werden häufig von künstlichen Lichtquellen angezogen.

Besonderheiten

Die Raupen des Heuzünslers ernähren sich bevorzugt von trockenem, abgestorbenem Pflanzenmaterial wie Heu, Stroh oder altem Getreide – eine für Schmetterlinge eher ungewöhnliche Nahrungsspezialisierung. Dadurch kann die Art in landwirtschaftlichen Lagerräumen mitunter in größerer Zahl auftreten. Die Nachtaktivität der Falter und ihre ausgeprägte Anlockung durch Kunstlicht machen sie zu häufigen Gästen an beleuchteten Fenstern und Lampen in ländlichen Gebieten. Verwechslungen sind möglich mit anderen rotbraunen Zünslerarten der Gattung Hypsopygia, etwa Hypsopygia glaucinalis, die jedoch etwas größer ist und leicht abweichende Zeichnungsmuster aufweist. Eine Gefährdung der Art ist derzeit nicht bekannt, da sie durch ihr breites Habitatspektrum und die Nutzung menschlicher Strukturen gut angepasst ist.