Einfarbiger Marienkäfer (Rhyzobius litura)

Einfarbiger Marienkäfer Rhyzobius litura

Name

Einfarbiger Marienkäfer (Rhyzobius litura)

Familie

Coccinellidae (Marienkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 2,5 bis 3 mm

Merkmale

Der Einfarbige Marienkäfer gehört zu den kleinsten Vertretern seiner Familie und fällt durch sein schlankes, länglich-ovales Körperbauweise auf, die ihm auch den alternativen Namen Westlicher Schlankmarienkäfer eingebracht hat. Die Flügeldecken sind gleichmäßig rotbraun bis gelbbraun gefärbt, ohne die typischen Punkte, die man von anderen Marienkäferarten kennt. Die Oberseite ist fein behaart, was ihn von vielen glatten Coccinelliden unterscheidet. Halsschild und Kopf sind meist dunkler als die Flügeldecken gefärbt.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist an Waldrändern, in Hecken-Biotopen, auf Wiesen sowie an Wegrändern anzutreffen – überall dort, wo Blattlauskolonien an Pflanzen vorhanden sind. Rhyzobius litura bevorzugt strukturreiche, halboffene Landschaften mit einem vielfältigen Pflanzenangebot. Die Erscheinungszeit reicht von April bis Oktober, wobei die Käfer in den Sommermonaten besonders aktiv sind.

Besonderheiten

Sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Käfer ernähren sich überwiegend von Blattläusen und leisten damit einen nützlichen Beitrag zur natürlichen Schädlingsregulierung. Im Gegensatz zu vielen anderen Marienkäferarten sind die Imagines von Rhyzobius litura keine guten Flieger. Als Schutzreaktion bei Gefahr lassen sie sich typischerweise zu Boden fallen und spielen tot – ein klassisches Totstellverhalten, das als Thanatose bezeichnet wird. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet. Aufgrund seiner unscheinbaren, fleckenlosen Färbung wird er von Laien oft nicht als Marienkäfer erkannt und mit anderen kleinen Käferarten verwechselt.