Mittelfleckiger Kurzhorn-Marienkäfer (Hyperaspis campestris)

Mittelfleckiger Kurzhorn-Marienkäfer Hyperaspis cf. campestris

Name

Mittelfleckiger Kurzhorn-Marienkäfer (Hyperaspis campestris)

Familie

Coccinellidae (Marienkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 2–4,2 mm

Merkmale

Der Mittelfleckige Kurzhorn-Marienkäfer ist ein sehr kleiner, gedrungen gebauter Vertreter der Marienkäfer. Die schwarz glänzenden Flügeldecken (Elytren) tragen je einen markanten roten oder orangeroten Fleck, der charakteristischerweise kurz hinter der Elytrenmitte liegt – dieses Merkmal ist namensgebend und wichtig für die Bestimmung. Der Halsschild ist ebenfalls schwarz, der Körperbau insgesamt kompakter und kürzer als bei vielen anderen Marienkäferarten. Die Beine und Fühler sind vergleichsweise kurz, was den Gattungsnamen Hyperaspis (Kurzhorn) erklärt.

Lebensraum

Die Art besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, lichte Wälder, Lichtungen und Gärten, wo blattlausbewohnende Pflanzen häufig vorkommen. Auch Hecken, Gebüsche und krautige Staudensäume werden als Habitat genutzt. Adulte Tiere sind von April bis August aktiv und damit über einen verhältnismäßig langen Zeitraum im Jahr anzutreffen.

Besonderheiten

Wie die meisten Marienkäfer ist auch der Mittelfleckige Kurzhorn-Marienkäfer ein nützlicher Räuber: Sowohl Larven als auch adulte Käfer ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen (Aphidoidea) und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Schädlingskontrolle in Gärten und Agrarflächen. Die Art kann mit anderen Vertretern der artenreichen Gattung Hyperaspis verwechselt werden, weshalb zur sicheren Bestimmung die genaue Position der Flügeldeckenflecken sowie gegebenenfalls eine mikroskopische Untersuchung notwendig sein kann. Die Bezeichnung cf. campestris im wissenschaftlichen Namen weist darauf hin, dass die Artbestimmung noch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist. Über die Gefährdungssituation dieser unauffälligen Kleinart liegen in vielen Bundesländern noch unvollständige Daten vor.