Kleiner Pappelbock (Saperda populnea)

Saperda populnea hält sich meist im Umfeld von Pappeln oder Weiden auf

Name

Kleiner Pappelbock (Saperda populnea)

Familie

Bockkäfer (Cerambycidae)

Körpergröße

Körperlänge 9–15 mm

Merkmale

Der Kleine Pappelbock ist ein mittelgroßer Bockkäfer mit dem für die Familie typischen gestreckten Körperbau und den langen, fadenförmigen Fühlern, die bei den Männchen die Körperlänge deutlich übertreffen. Der schwärzliche bis dunkelgraue Grundkörper ist dicht mit gelblich-grauer oder gelblich-weißer Behaarung bedeckt, die ein charakteristisches Muster aus hellen Flecken und Längsstreifen auf den Flügeldecken bildet. Auch der Halsschild trägt helle Längsbinden. Die Beine sind vergleichsweise kräftig und an der Unterseite ebenfalls hell behaart, was dem Tier insgesamt ein geflecktes Erscheinungsbild verleiht.

Lebensraum

Der Kleine Pappelbock besiedelt Waldränder, Wegränder und lichte Gehölzbereiche, in denen seine Wirtsbäume vorkommen. Als ausgesprochener Spezialist ist er eng an Pappeln gebunden, nimmt aber auch Weiden als Larvalhabitat an. Die Art bevorzugt dabei jüngere, noch lebende Äste mittlerer Stärke. Erwachsene Käfer sind von Mai bis Juli aktiv und halten sich überwiegend in der Nähe ihrer Wirtsbäume auf, wo sie zur Reifungsernährung Rinde und junge Triebe benagen.

Besonderheiten

Das Weibchen legt seine Eier einzeln in lebende Pappeläste, indem es die Rinde anritzt. Der befallene Baum reagiert auf den Larvenfraß mit einer auffälligen Gallenbildung am Zweig – diese spindelförmigen Verdickungen sind ein zuverlässiges Hinweiszeichen auf die Anwesenheit der Art. Die Larve entwickelt sich etwa zwei Jahre im Innern des Zweiges und verpuppt sich schließlich ebenfalls dort. Trotz des Galls stirbt der Wirtsast meist nicht vollständig ab. Der Kleine Pappelbock gilt in weiten Teilen Mitteleuropas als weit verbreitet, ist jedoch auf das Vorhandensein geeigneter Pappelbestände angewiesen und kann bei Rückgang seiner Wirtsbäume lokal selten werden.