Getreidelaufkäfer (Zabrus tenebrioides)

Getreidelaufkäfer Zabrus tenebrioides

Name

Getreidelaufkäfer (Zabrus tenebrioides)

Familie

Laufkäfer (Carabidae)

Körpergröße

Körperlänge 12–16 mm

Merkmale

Der Getreidelaufkäfer ist ein kräftig gebauter, gedrungener Laufkäfer mit glänzend schwarzbrauner bis pechschwarzer Oberseite. Die Flügeldecken sind oval und leicht gewölbt, mit feinen Längsrillen versehen. Die Beine sind vergleichsweise kurz und kräftig, was ihn von vielen schlankeren Laufkäferarten unterscheidet. Die Unterseite ist ebenfalls dunkel gefärbt. Auffällig ist der breite, abgerundete Halsschild. Insgesamt wirkt die Art massiver und kompakter als die meisten anderen heimischen Carabiden.

Lebensraum

Zabrus tenebrioides besiedelt bevorzugt offene Agrarlandschaften, insbesondere Getreidefelder und Äcker. Die Art ist eng an den Anbau von Getreide gebunden. Die Larven leben in selbstgegrabenen Erdröhren im Boden, wo sie die Blätter junger Getreidepflanzen in ihre Gänge ziehen und fressen. Erwachsene Tiere erscheinen ab Juni und sind während der warmen Jahreszeit anzutreffen.

Besonderheiten

Der Getreidelaufkäfer ist überwiegend nachtaktiv und versteckt sich tagsüber unter Bodenklumpen oder Pflanzen. Während die Larven Getreideblätter in ihre Erdgänge ziehen und dort fressen, ernähren sich die Imagines vor allem von Blüten und jungen Körnern der Getreidepflanzen. Bei starker Massenvermehrung kann die Art erhebliche Schäden im Getreideanbau verursachen und gilt dann als bedeutender Feldschädling. In der veralteten Roten Liste Niedersachsens war Zabrus tenebrioides als gefährdet (RL 3) eingestuft. Verwechslungen sind mit anderen großen, dunklen Laufkäfern der Gattungen Harpalus oder Amara möglich, jedoch hebt der besonders gedrungene Körperbau Zabrus tenebrioides deutlich von diesen ab.