Großer Grabkäfer (Pterostichus niger)
Name
Großer Grabkäfer (Pterostichus niger)
Familie
Laufkäfer (Carabidae)
Körpergröße
Körperlänge 16–21 mm
Merkmale
Der Große Grabkäfer ist ein kräftig gebauter Laufkäfer mit glänzend schwarz gefärbtem Körper. Die Flügeldecken tragen deutlich ausgeprägte Längsrillen, die dem Tier ein gestreiftes Aussehen verleihen – daher auch der alternative Name Gestreifter Schulterläufer. Die Beine sind ebenfalls schwarz, die Fühler lang und fadenförmig. Wie bei vielen Laufkäfern sind die Hinterbeine kräftig und zum schnellen Laufen ausgelegt. Die Flügel sind bei dieser Art meist verkümmert, weshalb Pterostichus niger flugunfähig ist und sich ausschließlich zu Fuß fortbewegt.
Lebensraum
Der Große Grabkäfer besiedelt bevorzugt Laub- und Mischwälder, Heide-Biotope sowie feuchte Uferbereiche von Gewässern. Die Art bevorzugt schattige, bodenfeuchte Standorte mit dichter Streuschicht, unter der sie sich tagsüber verborgen hält. Besonders häufig ist sie in höheren Lagen anzutreffen, wo sie weit verbreitet ist. Als nachtaktiver Bodenbewohner ist der Käfer vor allem in den Abend- und Nachtstunden aktiv. Adulte Tiere sind vorwiegend von April bis Oktober zu beobachten.
Besonderheiten
Der Große Grabkäfer ist ein aktiver Räuber und ernährt sich von Insekten, Würmern und Schnecken. Damit übernimmt er eine wichtige Rolle im Ökosystem als natürlicher Schädlingsregulator. Die Überwinterung erfolgt als Adulttier im Boden oder unter Totholz. Die Art gilt derzeit noch als recht häufig und ist nicht gefährdet. Verwechslungen sind mit anderen großen, schwarzen Pterostichus-Arten möglich, etwa Pterostichus melanarius, der jedoch etwas kleiner ist und häufiger in Offenlandschaften vorkommt.