Gemeiner Grabkäfer (Pterostichus melanarius)
Name
Gemeiner Grabkäfer (Pterostichus melanarius)
Familie
Laufkäfer (Carabidae)
Körpergröße
Körperlänge 12–18 mm
Merkmale
Der Gemeine Grabkäfer ist ein kräftig gebauter Laufkäfer mit glänzend schwarzer Oberseite. Die Flügeldecken sind länglich-oval, tragen feine Längsrillen und sind vollständig verwachsen – der Käfer kann daher nicht fliegen. Die Beine sind ebenfalls schwarz, die Fühler fadenförmig und deutlich gegliedert. Die Unterseite schimmert leicht metallisch. Auffällig sind die kräftigen, zum Laufen und Graben optimierten Beine sowie die ausgeprägten Mundwerkzeuge, die auf räuberische Lebensweise hinweisen.
Lebensraum
Der Gemeine Grabkäfer bevorzugt offene bis halboffene Habitate wie Gärten, Äcker, Wiesen und Feldränder, aber auch Waldränder und Heckenstrukturen werden besiedelt. Die Art ist eng mit landwirtschaftlichen Nutzflächen assoziiert und zählt dort zu den häufigsten Laufkäferarten überhaupt. Aktiv ist der Käfer von April bis September, wobei die Hauptaktivität in den Sommermonaten liegt. Er ist vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiv und versteckt sich tagsüber unter Steinen, Erdschollen oder Pflanzenresten.
Besonderheiten
Als ausgesprochener Räuber ernährt sich Pterostichus melanarius von Regenwürmern, Insektenlarven, Schnecken und anderen Kleintieren und gilt daher als nützlicher Regulierer von Schädlingspopulationen im Ackerbau. Die Art ist in Europa weit verbreitet und gilt als häufig, weshalb keine Gefährdung besteht. Verwechslungen sind mit anderen großen schwarzen Pterostichus-Arten möglich, etwa mit Pterostichus niger, der jedoch etwas größer und durch eine leicht abweichende Halsschildform zu unterscheiden ist. Der Käfer überwintert als Adulttier im Boden.