Gerandeter Weichkäfer (Cantharis lateralis)
Name
Gerandeter Weichkäfer (Cantharis lateralis)
Familie
Weichkäfer (Cantharidae)
Körpergröße
Körperlänge 5–7 mm
Merkmale
Der Gerandete Weichkäfer ist ein kleiner, schlanker Käfer mit weichen, biegsamen Flügeldecken – ein typisches Merkmal aller Weichkäfer. Auffällig sind die gelblichen Randhaare an den Flügeldecken, die der Art ihren deutschen Namen geben und ein wichtiges Bestimmungsmerkmal darstellen. Die Grundfärbung ist überwiegend schwarz, wobei Halsschild und Beine oft orange bis gelbrot gefärbt sind. Auf dem Halsschild können zwei dunkle Punkte vorhanden sein, diese werden jedoch nur selten ausgebildet und gelten daher nicht als verlässliches Bestimmungsmerkmal. Die Fühler sind fadenförmig und relativ lang.
Lebensraum
Der Gerandete Weichkäfer besiedelt vor allem feuchte bis nasse Lebensräume. Man findet ihn auf Feuchtwiesen, in Ufergehölzen und Röhrichtsäumen entlang von Bächen, Flüssen und Teichen sowie gelegentlich in Gärten mit entsprechendem Feuchtigkeitsangebot. Die Tiere halten sich bevorzugt in der niedrigen Krautvegetation auf, wo sie auf Blüten und Pflanzenteilen anzutreffen sind. Die Erscheinungszeit liegt von Mai bis Juli.
Besonderheiten
Wie viele Weichkäfer ist Cantharis lateralis ein Räuber und ernährt sich von kleinen Insekten und deren Larven, nimmt aber ergänzend auch Blütenpollen auf und kann so zur Bestäubung beitragen. Die Larven leben im Boden oder unter Totholz und sind ebenfalls räuberisch. Innerhalb der artenreichen Gattung Cantharis ist eine sichere Bestimmung oft anspruchsvoll, da sich viele Arten sehr ähnlich sehen. Die gelblichen Randhaare der Flügeldecken helfen bei der Abgrenzung zu verwandten Arten. Weichkäfer gelten insgesamt als empfindliche Zeigerarten für strukturreiche, naturnahe Lebensräume und profitieren vom Erhalt feuchter Wiesen und naturnaher Gewässerufer.