Haarschildiger Halsbock (Stictoleptura scutellata)

Haarschildiger Halsbock Stictoleptura scutellata

Name

Haarschildiger Halsbock (Stictoleptura scutellata)

Familie

Bockkäfer (Cerambycidae)

Körpergröße

Körperlänge 14–20 mm

Merkmale

Der Haarschildige Halsbock ist ein mittelgroßer Bockkäfer mit schlankem, langgestrecktem Körperbau und den für Cerambyciden typischen langen Fühlern. Die Flügeldecken sind schwarz gefärbt und fein behaart. Das namensgebende Merkmal ist das auffällig behaarte Schildchen: Bei den Weibchen ist es dicht goldgelb bis gelblich-weiß behaart, während es bei den Männchen unauffällig dunkel bleibt – ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern. Die Beine sind überwiegend schwarz, die Fühler erreichen etwa Körperlänge.

Lebensraum

Stictoleptura scutellata bewohnt naturnahe, strukturreiche Wälder mit altem Baumbestand und einem guten Angebot an stehendem Totholz. Die Art zeigt eine deutliche Vorliebe für die höheren Lagen der Mittelgebirge, wo Buchenwälder dominieren. Als Larvalhabitat werden vor allem stehende tote Buchen genutzt, an denen die Weibchen ihre Eier ablegen. Die Larven entwickeln sich im Totholz und können dort mehrere Jahre verweilen. Erwachsene Tiere sind von Mai bis August aktiv und besuchen gelegentlich Blüten zur Nahrungsaufnahme.

Besonderheiten

Der Haarschildige Halsbock gilt als recht seltene Art und wird in der Roten Liste Deutschlands als gefährdet (RL 3) eingestuft. Der Rückgang ist vor allem auf den Verlust von Altholzbeständen und stehendem Buchen-Totholz zurückzuführen, das in bewirtschafteten Wäldern häufig zu früh entnommen wird. Die Art ist damit ein wichtiger Indikator für naturnahe, totholzreiche Buchenwälder. Früher wurde die Art unter dem Synonym Corymbia scutellata geführt, bevor sie der Gattung Stictoleptura zugeordnet wurde.