Mattschwarzer Blütenbock (Grammoptera ruficornis)
Name
Mattschwarzer Blütenbock, auch Rothörniger Blütenbock (Grammoptera ruficornis)
Familie
Bockkäfer (Cerambycidae)
Körpergröße
Körperlänge ca. 6 mm
Merkmale
Der Mattschwarze Blütenbock ist ein kleiner, schlanker Bockkäfer mit mattschwarzem Körper. Besonders auffällig sind die Fühler: Die ersten beiden Glieder sowie die Basen der folgenden Fühlerglieder sind rötlich bis rotbraun gefärbt, während die Spitzen der Glieder dunkel bleiben. Dieses Merkmal ist namensgebend für den Alternativnamen Rothörniger Blütenbock. Die Fühler sind für einen Bockkäfer verhältnismäßig lang und fadenförmig. Die Beine sind überwiegend dunkel gefärbt, können aber an den Schenkeln leicht aufgehellt sein. Der Halsschild ist gerundet, das Erscheinungsbild insgesamt schlank und langgestreckt, typisch für Blütenbockkäfer der Gattung Grammoptera.
Lebensraum
Die Art besiedelt Waldränder, lichte Laubwälder und Hecken-Biotope, wo blühende Sträucher und krautige Doldenblütler in der Nähe von altem oder morschem Laubholz vorhanden sind. Weißdorn, Holunder und Doldenblütler wie Wilde Möhre oder Bärenklau gehören zu den bevorzugten Nahrungspflanzen der Imagines. Die Larven benötigen morsches oder abgestorbenes Laubholz zur Entwicklung, weshalb totholzreiche Strukturen im Lebensraum entscheidend sind. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Juli, wobei die Käfer besonders bei Sonnenschein aktiv auf Blüten anzutreffen sind.
Besonderheiten
Die Larven des Mattschwarzen Blütenbocks entwickeln sich in morschen Ästen verschiedener Laubbäume, darunter Eiche, Hasel und Weißdorn. Die Imagines hingegen ernähren sich ausschließlich von Pollen und Nektar und sind damit wichtige Blütenbesucher. Aufgrund ihrer geringen Größe werden sie auf Blüten leicht übersehen. Grammoptera ruficornis gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und ist nicht gefährdet, profitiert jedoch von strukturreichen Landschaften mit ausreichend Totholz und blütenreichen Säumen.