Blattkäfer Sclerophaedon orbicularis
Name
Sclerophaedon orbicularis
Familie
Blattkäfer (Chrysomelidae)
Körpergröße
Körperlänge 3–4,5 mm
Merkmale
Sclerophaedon orbicularis ist ein kleiner, gedrungen wirkender Blattkäfer mit charakteristisch rundlich-ovalem Körperbau, worauf auch der Artname orbicularis (lat. für kreisförmig) hinweist. Die Oberseite ist metallisch glänzend und meist blaugrün bis blauschwarz gefärbt, was für viele Vertreter der Chrysomelidae typisch ist. Die Flügeldecken sind fein punktiert und wirken gewölbt. Beine und Fühler sind vergleichsweise kurz und kräftig.
Lebensraum
Die Art besiedelt in Niedersachsen bevorzugt die höheren Lagen der Mittelgebirge und ist dort an feuchte, schattige Standorte gebunden, an denen ihre Wirtspflanzen wachsen. Typische Biotope sind feuchte Laubwälder, Bachufer, Quellfluren und Hochstaudenfluren mit Vorkommen von Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum) und Wasserdarm (Stellaria aquatica). Die Imagines sind in Mitteleuropa vorwiegend von April bis Juli aktiv, wobei die genaue Erscheinungszeit je nach Höhenlage und Witterung variieren kann.
Besonderheiten
Sclerophaedon orbicularis gilt als seltene Art, über deren Biologie bislang wenig detaillierte Informationen vorliegen. Larven und Imagines ernähren sich von Pflanzen der Gattung Stellaria; möglicherweise werden auch weitere Nelkengewächse (Caryophyllaceae) als Nahrungsquelle akzeptiert. Die Bindung an feuchte Sonderstandorte in montanen Lagen macht die Art anfällig gegenüber Habitatveränderungen wie der Entwässerung von Feuchtbiotopen oder dem Rückgang naturnaher Laubwälder. In Deutschland ist die Art in weiten Teilen des Flachlandes kaum nachgewiesen. Verwechslungen sind mit anderen kleinen, metallisch gefärbten Blattkäfern möglich, etwa mit Arten der Gattungen Phaedon oder Hydrothassa, die ähnliche Lebensräume besiedeln.