Kellerassel (Porcellio scaber)

Kellerassel Porcellio scaber

Name

Kellerassel (Porcellio scaber)

Familie

Porcellionidae

Körpergröße

12–18 mm (Körperlänge)

Merkmale

Die Kellerassel besitzt einen abgeflachten, ovalen Körper, der aus mehreren deutlich erkennbaren Rückenschilden (Tergiten) besteht und von zwei langen Antennen überragt wird. Die Färbung ist sehr variabel und reicht von dunkelgrau über bräunlich bis hin zu orangefleckigen oder fast schwarzen Varianten. Die Oberfläche wirkt leicht körnig-rau, was sie von einigen ähnlichen Arten unterscheidet. Die sieben Beinpaare sind charakteristisch für Asseln als Krebstiere. Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von 12 bis 18 mm.

Lebensraum

Die Kellerassel bewohnt feuchte Laubwälder, Hecken-Biotope sowie Siedlungsgebiete und ist damit eine ausgesprochen anpassungsfähige Art. Sie lebt versteckt in der Laubstreuschicht, unter Totholz, unter Steinen, in Komposthaufen sowie in Kellerräumen und Mauerritzen. Die Art bevorzugt feuchte, dunkle Mikrohabitate mit ausreichend organischem Material. Da die Kellerassel nicht fliegt, gilt statt einer Flugzeit ihre ganzjährige Erscheinungszeit: Sie ist das gesamte Jahr über aktiv, wobei sie in kalten Wintermonaten in geschützten Verstecken weniger aktiv ist.

Besonderheiten

Die Kellerassel ist nachtaktiv und meidet tagsüber das Licht konsequent. Als Zersetzer spielt sie eine wichtige ökologische Rolle beim Abbau von totem Pflanzenmaterial und trägt so zur Humusbildung bei. Weibchen tragen die Eier und Jungtiere in einem Brutbeutel am Bauch – ein typisches Merkmal der Asseln. Die Art gilt als sehr häufig und ist in Europa weit verbreitet; eine Gefährdung besteht nicht. Aufgrund der variablen Färbung kann Porcellio scaber leicht mit anderen Asselarten wie der Mauerassel (Oniscus asellus) oder der Rollassel (Armadillidium vulgare) verwechselt werden. Im Gegensatz zur Rollassel kann sich die Kellerassel jedoch nicht zu einer Kugel einrollen.