Bergbaldachinspinne (Neriene montana)

Neriene montana findet man von April bis Juni in Wäldern

Name

Bergbaldachinspinne (Neriene montana)

Familie

Linyphiidae (Baldachinspinnen)

Körpergröße

Weibchen ca. 8–8,5 mm, Männchen ca. 5,5–8 mm Körperlänge

Merkmale

Die Bergbaldachinspinne ist eine mittelgroße Vertreter der Baldachinspinnen mit einem oval geformten Hinterleib. Auffälligstes Merkmal sind die deutlich geringelten Beine, die sie von der sehr ähnlichen Gitterbaldachinspinne (Neriene clathrata) unterscheiden. Der Hinterleib zeigt eine braun-beige Grundfärbung mit dunklem Muster, der Vorderkörper (Prosoma) ist bräunlich gefärbt. Wie alle Linyphiidae besitzt sie acht Augen, die in zwei Reihen angeordnet sind.

Lebensraum

Die Bergbaldachinspinne besiedelt Wälder, Hecken-Biotope und Gärten, bevorzugt Standorte mit dichter niederer Vegetation wie Stauden, Gebüsch und Waldränder. Ihre charakteristischen Baldachinnetze – flache, horizontale Gespinste – werden meist knapp über dem Boden oder in der Krautschicht aufgespannt. Adulte Tiere sind von April bis Juni anzutreffen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet und gilt als häufig.

Besonderheiten

Tagsüber verharrt die Bergbaldachinspinne versteckt in einem Schlupfwinkel am Rand ihres Netzes und lauert auf Beutetiere wie kleine Insekten und andere Kleinstarthropoden, die in das Fangnetz geraten. Das typische Baldachinnetz der Linyphiidae funktioniert als Stolperfalle: Aufgehende Fäden bremsen fliegende Insekten ab, die dann auf das horizontale Netz fallen. Häufigste Verwechslungsart ist Neriene clathrata, die jedoch unggeringelte Beine aufweist. Neriene montana gilt als ungefährdet und ist in geeigneten Lebensräumen weit verbreitet.