Dickkieferspinne (Metellina merianae)

Metellina merianae lebt in Wäldern oder im Siedlungsbereich

Name

Dickkieferspinne (Metellina merianae)

Familie

Tetragnathidae (Streckspinnen)

Körpergröße

Weibchen 6–9 mm, Männchen 5–7 mm Körperlänge

Merkmale

Metellina merianae ist eine mittelgroße Radnetzspinne mit relativ kräftigen Cheliceren (Kieferklauen). Der Vorderkörper ist hell gelblich bis grünlich gefärbt und besitzt ein dunkles Mittelband sowie dunkle Randbereiche. Der Hinterleib ist grünlich, bräunlich bis fast schwarz und trägt dorsal eine meist undeutliche Blattzeichnung. Die Beine sind hell gefärbt und unregelmäßig dunkel geringelt beziehungsweise gefleckt.

Lebensraum

Die Art bevorzugt schattige, feuchte Lebensräume mit hoher Luftfeuchtigkeit. Typische Fundorte sind wasserführende Höhlen und Höhleneingänge, Felsen, Mauern, Quellfassungen, Brunnen und andere dunkle, feuchte Stellen, aber auch feuchte Wälder mit Totholz. Metellina merianae ist troglophil und nutzt Höhlen regelmäßig, ist jedoch nicht auf diese als Lebensraum angewiesen. Adulte Männchen findet man vor allem im Frühjahr und Frühsommer, während adulte Weibchen auch bis in den Herbst und teilweise ganzjährig auftreten können.

Besonderheiten

Metellina merianae baut ein kleines, fein strukturiertes Radnetz, das oft in Eingängen von Höhlen oder Kellern aufgespannt wird, wo Luftzug Beutetiere konzentriert. Die Art gilt als ausgesprochener Höhlenspezialist und zählt zu den sogenannten troglophilen Spinnen – sie ist zwar nicht auf Höhlen angewiesen, nutzt diese aber regelmäßig als Rückzugsraum. Eine Verwechslung mit Metellina segmentata oder Metellina mengei ist möglich; eine sichere Bestimmung erfordert oft die Untersuchung der Genitalstrukturen unter dem Mikroskop. In Deutschland gilt die Art derzeit nicht als gefährdet.