Grüne Huschspinne (Micrommata virescens)

Grüne Huschspinne Micrommata virescens

Name

Grüne Huschspinne (Micrommata virescens)

Familie

Sparassidae (Riesenkrabbenspinnen)

Körpergröße

Weibchen 12–16 mm, Männchen 7–10 mm Körperlänge

Merkmale

Die Grüne Huschspinne ist eine der auffälligsten heimischen Spinnen und kaum zu verwechseln: Weibchen sind nahezu vollständig leuchtend grün gefärbt, was ihnen eine hervorragende Tarnung im Blattwerk verschafft. Männchen sind ebenfalls grün, tragen jedoch auf dem Hinterleib eine markante rote Längsstreifen-Zeichnung mit gelben Seitenrändern und wirken dadurch deutlich kontrastreicher. Der Körperbau ist schlank und langbeinig, typisch für Laufjäger. Die Augen sind in zwei Reihen angeordnet.

Lebensraum

Die Grüne Huschspinne bevorzugt wärme- und lichtbegünstigte Standorte: Waldränder, Heidebiotope, Gebüsche und Wegränder zählen zu ihren typischen Lebensräumen. Sie hält sich überwiegend in der Kraut- und Strauchschicht auf, wo sie zwischen Blättern auf Beute lauert. Die Art ist in Deutschland weit verbreitet und stellenweise häufig, geht jedoch in intensiv genutzten Landschaften zurück. Adulte Tiere sind von Juni bis Juli anzutreffen.

Besonderheiten

Die Grüne Huschspinne baut kein Fangnetz, sondern ist ein aktiver Lauerjäger, der Insekten durch schnelles Zuspringen überwältigt. Zur Eiablage spinnt das Weibchen jedoch einen Kokon und bewacht diesen sorgfältig. In der Roten Liste Niedersachsens wird die Art mit RL 3 (gefährdet) eingestuft. Bundesweit gilt sie als bemerkenswert, da geeignete Wärmestandorte durch Sukzession und Landnutzungswandel zunehmend verloren gehen. Verwechslungen sind mit anderen grünen Spinnenarten möglich, etwa mit jungen Krabbenspinnen der Gattung Diaea, die jedoch einen deutlich gedrungeren Körperbau aufweisen.