Saat-Luzerne (Medicago sativa)

Medicago sativa ist eine alte Futterpflanze für Nutzvieh

Name

Saat-Luzerne (Medicago sativa)

Familie

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Merkmale

Die Saat-Luzerne ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 90 Zentimetern erreicht. Die Stängel sind aufrecht bis aufsteigend und leicht behaart. Die Blätter sind dreiteilig gefiedert, die einzelnen Blättchen länglich-oval mit gezähnter Spitze. Die Blüten erscheinen in dichten, traubenartigen Blütenständen und sind charakteristisch blauviolett bis lila gefärbt, seltener auch weiß oder gelblich. Die Früchte sind schraubenartig gedrehte Hülsen, die mehrere Samen enthalten.

Standort und Verbreitung

Die Saat-Luzerne stammt ursprünglich aus Zentralasien und wurde als wichtige Futterpflanze weltweit verbreitet, darunter auch nach Deutschland, wo sie rasch verwilderte. Sie bevorzugt sonnige, trockene bis mäßig feuchte Standorte auf nährstoffreichen, tiefgründigen und kalkhaltigen Böden. Typische Standorte sind Äcker, Wegränder, Böschungen, Bahndämme und Ruderalflächen. In Deutschland ist sie heute weit verbreitet und gilt als Archäophyt oder Neophyt je nach Region. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Besonderheiten

Als Leguminose lebt die Saat-Luzerne in Symbiose mit Knöllchenbakterien der Gattung Rhizobium, die atmosphärischen Stickstoff binden und so die Bodenfruchtbarkeit erheblich verbessern. Deshalb wird sie seit Jahrhunderten gezielt als Gründüngungspflanze eingesetzt. Als Futterpflanze ist sie wegen ihres hohen Protein- und Mineralstoffgehalts besonders wertvoll für Rinder, Pferde und Schafe. Verwechslungen sind möglich mit anderen Luzerne-Arten sowie mit dem Hopfenklee, der jedoch kleinere, gelbe Blüten trägt. Die Saat-Luzerne gilt als nicht gefährdet und ist in der Landwirtschaft eine der bedeutendsten Futterpflanzen weltweit.