Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
Name
Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
Familie
Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Merkmale
Das Wiesen-Schaumkraut ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern erreicht. Die Blüten sind vierzählig und typisch für Kreuzblütengewächse, ihre Farbe variiert von weiß bis zart lila oder rosa. Die Blütenblätter sind deutlich länger als die Kelchblätter. Die Grundblätter sind rosettig angeordnet und gefiedert, die Stängelblätter besitzen schmalere Fiederblättchen. Die Pflanze bildet aufrechte, meist unverzweigte Stängel.
Standort und Verbreitung
Das Wiesen-Schaumkraut wächst bevorzugt auf feuchten bis nassen Standorten: auf Feuchtwiesen, in Bruchwäldern sowie im Uferbereich von Gewässern. Die Art ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen, sofern geeignete Feuchtlebensräume vorhanden sind. In optimalen Habitaten bildet die Pflanze oft ausgedehnte, dichte Bestände. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni.
Besonderheiten
Das Wiesen-Schaumkraut ist für den Aurorafalter die wichtigste Nektarquelle und damit ökologisch von großer Bedeutung. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. In der Naturheilkunde wird die Pflanze traditionell bei Rheuma, Blutarmut, Schmerzen und Immunschwäche eingesetzt, da sie unter anderem Senfölglykoside und Vitamin C enthält. Verwechslungen sind mit dem Bitterschaumkraut oder anderen Schaumkraut-Arten möglich, die jedoch meist andere Standortansprüche haben. Der volkstümliche Name Schaumkraut bezieht sich auf das schaumartige Erscheinungsbild großer Blütenbestände.