Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)

Fragaria vesca wächst auf feuchten, nährstoffreichen Böden

Name

Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)

Familie

Rosengewächse (Rosaceae)

Merkmale

Die Wald-Erdbeere ist eine ausdauernde, niedrig wachsende Krautpflanze, die Wuchshöhen von etwa 5 bis 20 Zentimetern erreicht. Charakteristisch sind die dreiteilig gefiederten Blätter mit gesägtem Rand und behaarter Unterseite. Die weißen Blüten besitzen fünf Kronblätter und erscheinen in lockeren Trugdolden. Die roten, aromatischen Scheinfrüchte sind deutlich kleiner als die der Kultur-Erdbeere, aber intensiv im Geschmack. Ausläufer dienen der vegetativen Vermehrung.

Standort und Verbreitung

Die Wald-Erdbeere wächst auf feuchten, nährstoffreichen Böden in lichten Laub- oder Mischwäldern, bevorzugt an Waldrändern, Lichtungen und Böschungen. Sie ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die Bestäubung übernehmen Zweiflügler und Bienen. Im Laufe des Sommers reifen die Früchte heran.

Besonderheiten

Die Früchte der Wald-Erdbeere sind essbar und seit Jahrhunderten als Wildfrüchte geschätzt. Ihr Aroma gilt als deutlich intensiver als das kultivierter Sorten. Auch Blätter und Früchte werden in der Volksmedizin und als Tee verwendet. Verwechslungen sind mit der Knack-Erdbeere möglich, die sich durch aufrechte Kelchblätter nach der Blüte unterscheidet. Die Art gilt als ungefährdet und ist in Deutschland nicht geschützt.