Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)
Name
Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)
Familie
Erdrauchgewächse (Fumariaceae)
Merkmale
Der Hohle Lerchensporn ist eine ausdauernde Frühjahrspflanze, die aus einer hohlen, kugeligen Knolle austreibt – daher sowohl der deutsche als auch der lateinische Artname. Die Stängel erreichen eine Höhe von etwa 15 bis 30 cm und tragen blaugrün gefärbte, mehrfach gefiederte Blätter. Die röhrenförmigen Blüten erscheinen in dichten Trauben und sind je nach Standort purpurrot bis weiß gefärbt. Beide Farbvarianten können nebeneinander vorkommen.
Standort und Verbreitung
Corydalis cava besiedelt nährstoffreiche, kalkhaltige und frische Böden in schattigen Laub- und Buchenwäldern, bevorzugt in Auwäldern, Schluchtwäldern und an Waldrändern. Die Art ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verbreitet und tritt häufig in den Ausläufern der Mittelgebirge auf, etwa im Süntel und im Ith. Dort bildet sie oft ausgedehnte, dichte Bestände. Als Geophyt zieht die Pflanze nach der Blüte vollständig ein. Blütezeit: März bis April.
Besonderheiten
Der Hohle Lerchensporn gilt als schwach giftig – alle Pflanzenteile enthalten Isochinolin-Alkaloide, die bei Verzehr zu Übelkeit und Schwindel führen können. Die Samen werden von Ameisen verbreitet (Myrmekochorie), was zur charakteristischen Massenausbreitung an geeigneten Standorten beiträgt. Eine häufige Verwechslungsart ist der Finger-Lerchensporn, dessen Knolle im Gegensatz zu Corydalis cava nicht hohl, sondern solid ist. Der Hohle Lerchensporn ist eine wichtige Trachtpflanze für früh fliegende Hummeln und Bienen, da er zu den ersten Blühern des Jahres gehört.