Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)

Lysimachia nemorum findet man auf nährstoffreichen Böden

Name

Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)

Familie

Primelgewächse (Primulaceae)

Merkmale

Der Hain-Gilbweiderich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit niederliegendem bis aufsteigendem Stängel, der Längen von 20 bis 40 Zentimetern erreicht. Die gegenständigen Blätter sind eiförmig bis herzförmig, ganzrandig und kurz gestielt. Die leuchtend gelben Blüten erscheinen einzeln in den Blattachseln auf langen, fadenförmigen Stielen. Die Kronblätter sind ungeteilt und leicht zugespitzt, was die Art von verwandten Gilbweiderichs-Arten unterscheidet. Die Pflanze bildet oft lockere, flächige Bestände am Waldboden.

Standort und Verbreitung

Lysimachia nemorum besiedelt nährstoffreiche, feuchte bis wechselfeuchte Böden in Laub-, Misch- und Auwäldern, bevorzugt an schattigen, luftfeuchten Stellen entlang von Bächen und Quellbereichen. Die Art wächst überwiegend in höheren Lagen der Mittelgebirge und ist in weiten Teilen Europas verbreitet, in Deutschland vor allem in montanen Regionen anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August.

Besonderheiten

Der Hain-Gilbweiderich gilt als Zeigerpflanze für feuchte, schattige Waldstandorte mit guter Wasserversorgung und ist damit ein wertvoller Indikator für naturnahe Waldgesellschaften. Eine häufige Verwechslungsart ist das Pfennigkraut, das jedoch andere Lebensräume bevorzugt und durch seine rundlichen Blätter sowie kriechenden Wuchs gut zu unterscheiden ist. Eine Giftigkeit ist für den Hain-Gilbweiderich nicht bekannt. In manchen Regionen ist die Art durch Entwässerung und Veränderung feuchter Waldstandorte im Rückgang begriffen.