Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys)

Veronica chamaedrys findet man auf nährstoffreichen Böden

Name

Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys)

Familie

Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Merkmale

Der Gamander-Ehrenpreis ist eine ausdauernde, niedrig wachsende Pflanze mit aufsteigenden bis aufrechten Stängeln, die charakteristisch zweizeilig behaart sind – ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Die Blätter sind eiförmig bis herzförmig, grob gekerbt und sitzend. Die Blüten sind leuchtend himmelblau mit einem weißen Auge und feinen dunklen Adern, was ihnen eine besondere Strahlkraft verleiht. Sie sind jedoch ausgesprochen zart und fallen bei der geringsten Berührung oder Erschütterung rasch ab.

Standort und Verbreitung

Die Art wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, mäßig feuchten Böden in lichten Wäldern, auf Wiesen, Wegrändern und in Gärten. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und ist in ganz Europa sowie in weiten Teilen Asiens verbreitet. In Deutschland zählt sie zu den häufigsten Ehrenpreis-Arten. Die Blütezeit erstreckt sich an sonnigen Standorten von April bis Juli.

Besonderheiten

Der volkstümliche Name Gewitterblümchen bezieht sich auf den Glauben, dass das Pflücken der Blüten Gewitter herbeirufen könne – was wohl auf das schnelle Abfallen der empfindlichen Blütenblätter zurückzuführen ist. Weitere Volksnamen sind Frauenbiss und Männertreu. Die Pflanze hat in der Volksmedizin eine lange Tradition und wurde unter anderem bei Husten und Hauterkrankungen eingesetzt. Verwechslungen sind mit anderen Ehrenpreis-Arten möglich, etwa dem Feld-Ehrenpreis oder dem Persischen Ehrenpreis, die jedoch kleinere Blüten und einen anderen Wuchs aufweisen. Der Gamander-Ehrenpreis gilt als ungiftig und ist für Mensch und Tier unbedenklich.