Drachenwurz (Calla palustris)

Calla palustris findet man im Sumpf-Biotop oder im Uferbereich

Name

Drachenwurz (Calla palustris)

Familie

Aronstabgewächse (Araceae)

Merkmale

Die Drachenwurz ist eine ausdauernde Sumpfpflanze mit auffälligem weißem Hochblatt, dem sogenannten Spatha, das den eigentlichen Blütenkolben umhüllt. Die herzförmigen, glänzend dunkelgrünen Blätter sitzen auf langen Stielen und sind ledrig-derb. Der kriechende Wurzelstock wächst im Schlamm oder flachen Wasser. Nach der Blüte bilden sich leuchtend rote Beerenfrüchte, die in dichten Kolben angeordnet sind und der Pflanze ein markantes Erscheinungsbild verleihen.

Standort und Verbreitung

Calla palustris wächst in Sumpfbiotopen, auf Feuchtwiesen sowie in Uferbereichen stehender und langsam fließender Gewässer, bevorzugt in nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen, torfigen Böden. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Nordasiens verbreitet, in Mitteleuropa jedoch durch Entwässerung und Trockenlegung von Mooren und Sümpfen selten geworden. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli, die roten Früchte reifen von August bis September.

Besonderheiten

Alle Pflanzenteile der Drachenwurz sind giftig und können bei Berührung oder Verzehr Reizungen der Schleimhäute sowie Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Trotz ihrer Giftigkeit wurde die Art in früheren Zeiten volksmedizinisch als Heilmittel gegen Geschwüre, Polypen und bei Schlangenbissen eingesetzt. Die Art gilt in mehreren deutschen Bundesländern als gefährdet und steht auf der Roten Liste. Verwechslungen sind möglich mit dem Gewöhnlichen Aronstab, einem ebenfalls giftigen Vertreter der Aronstabgewächse. Die leuchtend roten Früchte sind für Vögel attraktiv, die zur Samenverbreitung beitragen.