Schuppiger Stielporling (Polyporus squamosus)

Den Schuppigen Stielporling findet man von April bis Juli an Laubbaum-Totholz

Name

Schuppiger Stielporling (Polyporus squamosus)

Familie

Polyporaceae

Merkmale

Der Schuppige Stielporling bildet auffällige, fächerförmige bis kreisrunde Fruchtkörper, die einen Durchmesser von 10 bis 60 Zentimeter erreichen können. Die Hutoberfläche ist cremefarben bis ockergelb und mit charakteristischen, dunkelbraunen, schuppenartigen Flecken bedeckt, die dem Pilz seinen Namen geben. Die Unterseite zeigt ein feines, weißliches Porenmuster. Besonders markant ist die schwarze Stielbasis, die dem Pilz den Beinamen Schwarzfußporling eingebracht hat. Das Fleisch ist jung weich und weißlich, wird mit zunehmendem Alter jedoch zäh und lederartig. Die Fruchtkörper sind sehr beständig und bleiben oft bis in den Herbst hinein sichtbar.

Standort und Verbreitung

Der Schuppige Stielporling wächst an Totholz und geschwächten Laubbäumen, bevorzugt an Buche, Esche, Ulme, Ahorn und Weide. Er verursacht eine Weißfäule im befallenen Holz und kann lebende Bäume erheblich schädigen. Die Art ist in Europa weit verbreitet und häufig anzutreffen, kommt aber auch in Nordamerika und Teilen Asiens vor. Bevorzugte Standorte sind Laubwälder, Parkanlagen und Alleen. Die Erscheinungszeit reicht von April bis Juli, wobei die langlebigen Fruchtkörper oft bis in den Herbst hinein erhalten bleiben.

Besonderheiten

Junge Fruchtkörper des Schuppigen Stielporlings gelten als essbar und wurden früher gelegentlich in der Küche verwendet, sind jedoch aufgrund ihrer schnell zunehmenden Zähigkeit nur bedingt genießbar. Als Holzparasit und Saprobiont spielt er eine wichtige Rolle im Ökosystem, da er am Abbau von Totholz beteiligt ist. Verwechslungen sind mit ähnlichen Stielporlingen möglich, jedoch macht die Kombination aus der charakteristischen Schuppung und der schwarzen Stielbasis die Bestimmung meist eindeutig. Der Pilz gilt als nicht gefährdet und ist in geeigneten Lebensräumen regelmäßig zu finden.