Weiße Lohblüte (Fuligo septica var. candida)

Die Weiße Lohblüte findet man bevorzugt auf Laub- oder Nadelbaum-Totholz

Name

Weiße Lohblüte (Fuligo septica var. candida)

Familie

Physaraceae

Merkmale

Die Weiße Lohblüte bildet auffällige, kissenartige Aethalien, die je nach Entwicklungsstadium cremeweiß bis reinweiß gefärbt sind. Die Oberfläche wird von einer charakteristischen, krümeligen bis brüchigen Außenhaut, dem Cortex, bedeckt. Im Gegensatz zur häufigeren gelblichen Grundform der Lohblüte zeichnet sich diese Form durch ihre weiße bis cremeweiße Färbung aus. Das Aethalium kann mehrere Zentimeter Durchmesser erreichen und enthält im Inneren die Sporenmasse.

Standort und Verbreitung

Die Weiße Lohblüte wächst bevorzugt auf Totholz von Laub- und Nadelbäumen, überwuchert aber auf der Nahrungssuche auch Moospolster und den Waldboden. Sie ist in gemäßigten Breiten Europas und Nordamerikas verbreitet und bevorzugt feuchte, schattige Waldstandorte. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von April bis November, mit einem Schwerpunkt in den feuchten Sommermonaten.

Besonderheiten

Als Schleimpilz ist die Weiße Lohblüte weder ein echtes Tier noch ein Pilz, sondern gehört zu den Myxomyceten, einer faszinierenden Organismengruppe mit tierischen und pilzlichen Eigenschaften. Das kriechende Plasmodium kann sich aktiv fortbewegen und Bakterien sowie organisches Material aufnehmen. Die Art gilt als ungiftig und ist für Menschen harmlos. Verwechslungen sind am ehesten mit der gelblichen Grundform der Lohblüte möglich, die deutlich häufiger vorkommt. Schleimpilze gelten als Bioindikatoren für naturnahe, totholzreiche Wälder.