Verwandtes Kriechsternmoos (Plagiomnium affine)
Name
Verwandtes Kriechsternmoos (Plagiomnium affine)
Familie
Mniaceae
Merkmale
Das Verwandte Kriechsternmoos bildet bis zu 10 cm lange Stängel, die selten aufrecht wachsen, sondern meist niederliegend oder herabgekrümmt verlaufen – daher der Name Kriechsternmoos. Die Blätter sind breit oval bis zungenförmig, deutlich gezähnt am Rand und zeigen eine kräftige Mittelrippe. Die Blattoberfläche wirkt glänzend grün bis dunkelgrün. Charakteristisch ist die sternförmige Anordnung der Blätter an den aufrechten Sprossen, die dem Moos seinen volkstümlichen Namen Gewöhnliches Sternmoos eingebracht hat.
Standort und Verbreitung
Die Art besiedelt bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Waldböden, Wegränder, Böschungen sowie schattige Uferstreifen. Sie wächst häufig in Laub- und Mischwäldern, oft in Gesellschaft anderer Feuchtigkeitszeiger. Plagiomnium affine ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet und gilt als häufige, weit verbreitete Art. In Deutschland kommt sie in nahezu allen Regionen vor. Als immergrünes Moos ist es ganzjährig zu beobachten; die Sporenreife erfolgt typischerweise im Frühjahr, etwa von März bis Mai.
Besonderheiten
Das Verwandte Kriechsternmoos wird aufgrund seiner Robustheit und seines dekorativen Wuchses gelegentlich in der Aquaristik und Terraristik eingesetzt, wo es als Bodenbedeckung oder Dekorelement dient. Es ist nicht gefährdet und wird in der Roten Liste Deutschland als ungefährdet eingestuft. Verwechslungen sind mit ähnlichen Sternmoosen der gleichen Gattung möglich, etwa dem Gewellten Sternmoos oder dem Großen Sternmoos, die sich vor allem durch Blattform und Standortansprüche unterscheiden. Eine genaue Bestimmung erfordert oft die Betrachtung unter der Lupe.