Gemeiner Rettich-Helmling (Mycena pura)

Mycena pura findet man von Mai bis November in Nadel- oder Laubwäldern

Name

Gemeiner Rettich-Helmling (Mycena pura)

Familie

Mycenaceae

Merkmale

Der Gemeine Rettich-Helmling ist ein mittelgroßer Blätterpilz mit einem glocken- bis kegelförmigen Hut, der sich im Alter ausbreitet und einen Durchmesser von zwei bis sechs Zentimetern erreicht. Die Färbung ist ausgesprochen variabel und reicht von rosa-violett über lila bis hin zu grau, weißlich oder bräunlich. Der Stiel ist schlank, hohl und oft etwas blasser als der Hut gefärbt. Die Lamellen sind breit, weißlich bis rosa und laufen leicht am Stiel herab. Das Fleisch ist dünn, wässrig und ebenfalls variabel in der Farbe. Das auffälligste Merkmal ist der charakteristische, deutlich rettichartige Geruch, der die Art auch für Ungeübte gut kenntlich macht.

Standort und Verbreitung

Der Gemeine Rettich-Helmling wächst in Nadel- und Laubwäldern und ist dabei wenig wählerisch hinsichtlich des Bodentyps. Er besiedelt Humusschichten, Laubstreu und morsches Holz und tritt häufig in größeren Gruppen auf. Die Art ist in Europa weit verbreitet und zählt zu den häufigeren Helmlingen. Auch in Nordamerika, Asien und anderen gemäßigten Regionen der Welt kommt sie vor. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Mai bis November, mit einem Schwerpunkt in den feuchteren Herbstmonaten.

Besonderheiten

Der Gemeine Rettich-Helmling gilt als giftig und sollte keinesfalls verzehrt werden. Er enthält das Nervengift Muscarin sowie weitere toxische Verbindungen, die Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufprobleme auslösen können. Aufgrund seiner großen Farbvariabilität wird die Art in mehrere Varietäten unterteilt, was die Bestimmung erschweren kann. Verwechslungen sind vor allem mit anderen Helmlingen und ähnlichen Blätterpilzen möglich. Der unverwechselbare Rettichgeruch ist jedoch ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal, das die Art von den meisten Verwechslungspartnern unterscheidet.