Lindenknospengallmücke (Contarinia tiliarum)
Name
Lindenknospengallmücke (Contarinia tiliarum)
Wirtspflanze
Linde (Tilia spec.)
Merkmale
Die Gallen der Lindenknospengallmücke entstehen bevorzugt an Blattstielen und Knospen der Linde. Befallene Knospen erscheinen verdickt, deformiert und öffnen sich oft nicht mehr vollständig. Die Gallen sind in der Regel klein, rundlich bis unregelmäßig geformt und weisen eine grünliche bis bräunliche Färbung auf. Im Inneren befinden sich die Larvenhohlräume, in denen die Mückenlarven heranwachsen. An stark befallenen Trieben kann es zu auffälligen Wuchsdeformationen kommen, die das Erscheinungsbild der Wirtspflanze deutlich beeinträchtigen.
Entstehung und Entwicklung
Der Verursacher ist die Gallmücke Contarinia tiliarum aus der Familie der Cecidomyiidae. Die im Mai schlüpfenden Imagines legen ihre Eier gezielt in Knospen und Blattstiele der Linde, wobei der Schlupfzeitpunkt präzise mit dem Austrieb der Wirtspflanze synchronisiert ist. Die sich entwickelnden Larven regen durch chemische Reize die Bildung von Gallengewebe an, das ihnen Schutz und Nahrung bietet. Im Juli sind die Larven ausgewachsen, verlassen die Galle und lassen sich zu Boden fallen. Dort verpuppen sie sich in einem Kokon innerhalb der oberen Erdschicht, wo sie geschützt überwintern. Im darauffolgenden Mai schlüpft die neue Generation und schließt damit den einjährigen Entwicklungszyklus.