Brennnesselgallmücke (Dasineura urticae)

Dicht nebeneinander liegende Einzelgallen wachsen oft zusammen

Name

Brennnesselgallmücke (Dasineura urticae)

Wirtspflanze

Große Brennnessel (Urtica dioica)

Merkmale

Die Gallen der Brennnesselgallmücke erscheinen als weißlich-grüne, unregelmäßige Schwellungen an Blattstielen, Blattnerven oder jungen Trieben der Großen Brennnessel. Ihre Oberfläche ist glatt, und im Innern befindet sich eine hohle Larvenkammer, in der sich die Larven entwickeln. Einzelgallen sind meist kompakt und von geringer Größe, können jedoch mit benachbarten Gallen zu ausgedehnten, massiven Komplexen verschmelzen. Diese Fusionsgallen beeinträchtigen die Statik der befallenen Pflanze spürbar und sind ein charakteristisches Erkennungsmerkmal des Befalls.

Entstehung und Entwicklung

Der Verursacher der Gallen ist die Gallmücke Dasineura urticae, deren Weibchen ihre Eier in das Gewebe junger Brennnesselteile ablegen. Der Stich regt die Pflanze zur Bildung von Gallengewebe an, das der Larve als Nahrung und Schutz dient. Die Art ist plurivoltin und durchläuft von Juni bis September mehrere Generationen, sodass Gallen über den gesamten Sommer hinweg zu finden sind. Die Verpuppung erfolgt überwiegend im Boden, seltener verbleibt die Larve zur Verpuppung in der Galle selbst. Die Überwinterung findet wahrscheinlich als Puppe im Boden statt, bevor im Frühsommer die erste Generation der Adulten schlüpft und den Zyklus erneut beginnt.