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15.04.11 Die Kegelrobben auf der Helgoländer Düne

Kegelrobben auf Helgoland

Bei meinem Besuch auf Helgoland konnte ich auch die Kegelrobben beobachten die seit Mitte der 90er Jahre hier
regelmäßig ihre Jungen aufziehen.

Die Kegelrobbe (Halichoerus grypus) ist ein wasserlebendes Säugetier und mit bis zu 300kg Deutschlands größtes freilebendes Raubtier. Bis zu 140 Meter tief taucht die Kegelrobbe um Fisch zu erbeuten, ein ausgewachsenes Exemplar braucht bis zu 8kg Fisch pro Tag. Das kurze Fell hat kaum wärmende Wirkung, dafür besitzt das Tier eine dicke Fettschicht die vor Auskühlung schützt. Der ideale Lebensraum für Kegelrobben sind felsige und fischreiche Küstenabschnitte.

Zur Fortpflanzungszeit bilden die Kegelrobben kleine Gruppen die aus einem Männchen und einer Handvoll Weibchen bestehen. Bei größeren Kolonien können auch mehrere Männchen zusammenkommen, ernsthafte Revierkämpfe finden aber nicht statt. Von November bis Dezember kommen die jungen Robbenbabys zur Welt, aufgrund der kalorinhaltigen Muttermilch werden sie schnell groß und folgen ihren Eltern nach dem ersten Fellwechsel ins Meer.

Die Kegelrobbe kommt nur an wenigen Stellen der nördlichen Hemisphäre vor, die Kolonie auf Helgoland gehört zur ostatlantischen Gruppe, zudem gibt es noch Bestände in der Ostsee (eigene Unterart) und an der kanadischen Küste.
Da die Kegelrobbe in vielen Ländern geschützt ist konnten sich die Bestände etwas erholen.