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07.03.11 Haareis im Hagenburger Wald
Eine seltene winterliche Naturerscheinung konnte ich im Februar 2011 im Hagenburger Wald untersuchen. An einem feuchten Totholz-Ast wuchsen bis 10cm weiße Büschel die auf den ersten Blick an einen Pilz erinnern. Tatsächlich handelt es sich um Wasser welches aus den Holz-Poren gedrückt und an der Luft zu Eis wurde. Die Ursache für dieses Phänomen ist noch nicht gänzlich geklärt, es wird vermutet das im Totholz befindliches Pilzmycel die Entstehung von Haareis ermöglicht (G.Wagner). Aufgrund von Stoffwechsel-Vorgängen werden im Holz Gase produziert die vorhandenes Wasser nach außen drücken. Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur etwas unter dem Gefrierpunkt entsteht auf diese Weise Haareis. Die Gebilde sind sehr filigran und nur einen Zehntelmillimeter dick, dementsprechend verfallen sie bereits nach kurzer Zeit wenn sich die Umweltbedingungen ändern. Nach einer anderen Theorie sind Verunreinigungen für die Kristallbildung verantwortlich, das gefrorene Wasser dehnt sich aus und wird durch die Holz-Poren abgesondert. Denkbar wäre auch das die höhere Temperatur im Holz einen Flüssigkeits-Transport begünstigt, eine hohe Luftfeuchtigkeit ist auch hier von entscheidender Bedeutung um den "Wasser-Nachschub" zu gewährleisten. |
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