Beobachtungsnotizen 2007

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Seichte, länger anhaltende und in mehreren Schüben folgende Hochwasserzeiten in den Monaten Januar bis März 2007 ließen ideale Feuchtflächen für Wasservögel entstehen. Bei diesen Verhältnissen konnten außergewöhnliche Vogelmengen beobachtet werden. Am 22.März regnete es letztlich noch einmal den ganzen Tag sehr stark, so dass an den folgenden Tagen das für diesen Winter höchste Hochwasser die Leine bei Bordenau und Neustadt passierte. Ein erhöhter und längerfristig auf dem Niveau bleibender Wasserstand wäre dem eines hohen, kräftig flutenden Wasserpegels für die Wasservogelwelt attraktiver.

Das rücklaufende Wasser und das stückweise Freiwerden der Wiesen zum Monatsende im März sorgte jedoch noch einmal für ein gutes Auftreten einiger seltener Gäste und großer Mengen rastender Vögel. Spießenten mit fast 100 Individuen, viele Schnatter- und Pfeifenten, aber auch ein Brautenten-Erpel waren zu beobachten.

Von den Neozoen, den Neubürgern unter den Vögeln, haben sich wohl nur die Nilgänse etabliert und sind fast regelmäßig anzutreffen. Die Kanadagänse können nicht in jedem Jahr notiert werden und die Brautente wurde nun, nach mehreren Jahren, wieder einmal notiert.

Die Leineaue zwischen Neustadt a. Rbge., Bordenau und Poggenhagen ist ein besonders interessantes Rastgebiet vieler seltener Vögel. Die Zählungen wurden wiederum an den Wochenenden in zeitlich und räumlich unkonventioneller Weise durchgeführt. Sicherlich wird mit der folgenden Tabelle nur ein Ausschnitt aus dem tatsächlichen Rastgeschehen und dem Durchzug gegeben.

1.April 2007,  Klaus-Peter Pryswitt