2007 - Ein interessantes Jahr für den Urzeitkrebs und
Großbranchiopoden Lepidurus apus im Unteren Leinetal

Im Leinetal, zwischen Neustadt a. Rbge. und nach Norden bis Schwarmstadt und darüber hinaus bis zur Mündung der Leine in die Aller, sind die „Fußlosen Schuppenschwänze“ (Lepidurus apus) zu finden. Das Vorkommen ist beschränkt auf das Untere Leinetal, den Auebereichen mit relativ steten Winter- und Frühjahrshochwasser.

Die ersten fast erwachsenen Krebse wurden für 2007 Mitte März entdeckt. In den nächsten Wochen bis Ende April bzw. Anfang Mai wird sich zeigen, ob die Rekordjahre mit Urzeitkrebsstellen vom Ende der 80er Jahre in diesem Jahr wieder erreicht werden können. Damals konnten etwa 80 Wiesensenken mit Lepidurus apus ausfindig gemacht werden.

Wiesensenke
Biotopfoto: Überschwemmte Wiesensenke
Urzeitkrebs Lepidurus apus Lepidurus apus 

Oftmals wird der Lebensraum etwas zeitversetzt mit dem kleineren Urzeitkrebs Eubranchipus grubii geteilt. Im Leinetal ist das allerdings nur in wenigen Bereichen der Fall.

Das nächste große zusammenhängende Verbreitungsareal mit Schuppenschwänzen ist das Flußauengebiet der Elbe. Im Wesertal nördlich von Nienburg konnte mir eine ehemals besetzte Stelle vorgeführt werden. Heute scheint dieser Fundort verwaist und einer intensiven Landbewirtschaftung gewichen zu sein.

1. April 2007 Klaus-Peter Pryswitt